Über mich

Menschen erleben ihre Beziehungen, Herausforderungen und Lebensgeschichten auf sehr unterschiedliche Weise. Diese unterschiedlichen Wirklichkeiten und Sichtweisen haben mich schon früh in meiner beruflichen Arbeit fasziniert.

Nach meinem Abschluss als Diplom-Pädagoge im Jahr 2008 begann ich mich zunehmend mit konstruktivistischen Denkweisen, Beziehungsmustern und systemischen Ansätzen auseinanderzusetzen. Der Weg hin zur systemischen Beratung entwickelte sich dabei kontinuierlich über viele Jahre und vertiefte sich ab 2017 durch umfangreiche systemische Fort- und Weiterbildungen mit inzwischen rund 500 Ausbildungsstunden.

Seit fast 20 Jahren arbeite ich mit Kindern, Jugendlichen und Familien. Besonders wichtig wurde für mich dabei die Erkenntnis, dass Probleme selten isoliert entstehen, sondern immer auch im Zusammenhang von Beziehungen, Erfahrungen, Erwartungen und den jeweiligen Wirklichkeitskonstruktionen betrachtet werden können.

In meiner Arbeit interessiert mich deshalb weniger die Frage nach „richtig“ oder „falsch“, sondern vielmehr:

  • Welche Geschichten erzählen Menschen über sich selbst und ihre Beziehungen?

  • Welche Problemkonstruktionen haben sich entwickelt?

  • Welche Sichtweisen halten Belastungen aufrecht?

  • Und welche Möglichkeitskonstruktionen könnten neue Wege eröffnen?

Besonders am Herzen liegt mir die Paararbeit. Ich erlebe es als bewegend, wenn Paare beginnen, hinter festgefahrenen Konflikten wieder die gegenseitigen Bedürfnisse, Verletzungen und Bindungswünsche wahrzunehmen. Oft entstehen neue Handlungsmöglichkeiten bereits dort, wo Menschen beginnen, einander anders zu verstehen.

Ebenso schätze ich die Arbeit im Einzelsetting. Dabei arbeite ich unter anderem mit narrativen Ansätzen, Genogrammarbeit sowie der Arbeit mit inneren Anteilen und dem „inneren Team“. Gemeinsam betrachten wir Muster, Prägungen, Beziehungen und innere Stimmen — nicht um Menschen zu bewerten, sondern um Zusammenhänge verständlicher zu machen und Entwicklung zu ermöglichen.

Mir ist eine ruhige, wertschätzende und authentische Atmosphäre wichtig. Beratung und Therapie verstehe ich als einen gemeinsamen Prozess des Sortierens, Verstehens und Entdeckens neuer Perspektiven.

Denn manchmal darf aus einem festgezogenen Knoten langsam wieder ein neuer roter Faden entstehen.

Und manchmal darf es leichter werden.